Iai-Do

Das System Seitei-Iai-Do

Dieses System wurde 1968 von Großmeistern des "Zen Nippon Kendo Renmei Iai" (All japanischer Kendo Verband) entwickelt. Es ist ein einheitliches Übungssystem zum Erlernen der Grundschule und der ursprünglich 10 Grundformen (Kata). Es enthält Techniken vieler historischer Schwertkampfstile.

IAI-DO, die Kunst des Schwertziehens bzw. die Kunst des Schwertes

"Iai-Do" ist eine ca. 400 Jahre alte traditionelle japanische Sonderform des Schwertfechtens. In der Feudalzeit waren die Krieger oft plötzlichen und unerwarteten Angriffen ausgesetzt, und deshalb darauf angewiesen, ihr Schwert blitzschnell zu ziehen. Das Wort "Iai" setzt sich zusammen aus den Schriftzeichen I(ru) = Sein, Dasein, Verweilen und Ai = Zusammentreffen, einer Situation entsprechen. Beides vereint bedeutet soviel wie "Ganz da sein, in der Gegenwart sein". Es beschreibt den Zustand des Angegriffenen, der im Moment konzentriert und wach ist, ohne Angst und Schrecken im Angesicht des Todes. Der Sieg muss bereits vor dem Ziehen des Schwertes errungen sein. Die zweite Silbe "Do" bedeutet, der Weg des Bushido.
Iai erfordert höchste Konzentration und Perfektion mit dem Schwert. Es besteht aus den fünf grundsätzlichen Handlungsstufen: Konzentrieren, Ziehen des Schwertes, Schnitt mit symbolischem Töten, symbolischem Blut abschlagen und Zurückführen des Schwertes in die Scheide. Dies sind auch die technischen Grundelemente des Iai-Do, die einzeln und in vorgegebenen Bewegungsabläufen (Kata) geübt werden. Sie sind Schwertkämpfe gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner. Anfänger lernen zuerst die Grundtechniken und die Übungsformen, die mit einem Holzschwert (Bokken) ausgeführt werden. Danach folgt das Training der Katas mit einem Metallschwert (Iaito). Außerdem werden auch Suburi (Schnittübungen) gelehrt, denn das Iai kann auch zum Testen von Schwertern verwendet werden.
Der Übende arbeitet alleine an der Vervollkommnung seiner Technik und der Genauigkeit der Details. Er strebt danach, hochkonzentriert und innerlich ruhig, teils dynamische, teils ruhige Bewegungen harmonisch und natürlich auszuführen. Iai-Do ist auch als eine Art bewegter Meditation zu verstehen und beruht auf der kompletten Beherrschung der Waffe, der perfekten Koordination der Bewegung und der Konzentration auf den Augenblick. Es ist auch eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst, diese Formvollendung zu erreichen und dabei seine innere Ruhe und Stabilität zu finden. Mit dem Sieg über sein eigenes Ich, entwickelt der Iaidoka eine Harmonie bzw. Einheit mit sich selber, dem Schwert und der Umwelt. Er lernt sich den jeweiligen Situationen entsprechend zu verhalten.

Das System Katori-Shinto-Ryu-Iai-Do

Dieses System ist ein Bestandteil des "TENSHIN-SHODEN-KATORI-SHINTO-RYU" und geht auf den japanischen Samurai Iizasa Choisai Ienao (1387-1488) zurück und gilt als die älteste unverändert überlieferte Schule der japanischen Schwertkunst. Am Anfang steht das Training mit dem Holzschwert in Einzel- und Partnerübungen, das sich später um die Katas ergänzt Iai-Jutsu (Schwertziehen). Als höchste Form des Sieges hat der Begründer Iizasa Choisai Ienao nicht den Sieg durch Kampf, sondern den Sieg ohne Kampf formuliert.

Lothar Sieber hat das Katori-Shinto-Ryu-Iai-Do in den Jahren 1979-1987 von Enrique Aledo Bañuls (Spanien) erlernt und unterrichtet es neben dem Seitei-Iai-Do. Die flexiblen, eleganten und dynamischen Katas und Formen sind eine sehr gute Ergänzung zum Seitei-Iai-Do und fördern den Schüler in seiner Entwicklung, das Iai-Do zu vervollständigen.

Das Tenshin-Shoden-Katori-Shinto-Ryu, besteht nicht nur aus Iai-Do, sondern auch aus folgenden weiteren Disziplinen:

  • Tachijutsu (Schwert-Techniken) mit Odachi (Langschwert), Kodachi (Kurzschwert) und Ryoto (beiden Schwertern)
  • Iaijutsu (schnell Schwertziehen und schneiden) mit dem Odachi (Langschwert)
  • Bojutsu (Stock-Techniken) mit dem Rokushakubo (sechs Fuß langen Stock)
  • Naginatajutsu (Hellebarde-Techniken) mit der Onaginata (großen Hellebarde)
  • Sojutsu (Speer-Techniken) mit dem Su-yari (geraden Speer)
  • Shurikenjutsu (Wurfgeschoss-Techniken) mit den Bo-shuriken (Wurfbolzen)
  • Jujutsu (unbewaffneter Kampf), wird auch Yawara-ge (Friedenstifter) genannt
  • Ninjutsu (Spionage-Techniken)
  • Chikujojutsu (Festungsbau-Techniken)
  • Gunbaihov (Strategie-/Taktik-Methoden)
  • In-yo Kigakuv (Yin-Yang Energiewissenschaft) ist eine Form der Mikkyo-Esoterik
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